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Fenster – die größte oft übersehene Schwachstelle

Person mit Handschuhen setzt eine Brechstange an der Unterkante eines Wohnmobilfensters an, das mit einem Sicherheitsprofil von WOMO-Sicherheit gesichert ist
Nachgestellter Aufhebelversuch an einem S4-Rahmenfenster mit Sicherheitsprofil an einem Concorde Credo

Fenster gehören bei nahezu allen Wohnmobilen und Wohnwagen zu den größten Schwachstellen beim Einbruchschutz. Vielen Campern ist jedoch gar nicht bewusst, wie leicht sich diese offensichtliche Schwachstelle ausnutzen lässt.

Die serienmäßig verbauten Fenster sollen vor allem preiswert sein, optisch zum Fahrzeug passen, sich einfach bedienen lassen und in der Produktion problemlos montierbar sein. Einbruchschutz zählt dabei nicht zu den Produktanforderungen – weder bei den Fensterherstellern noch bei den Herstellern von Wohnmobilen und Wohnwagen.

Häufig werden Türen und Klappen zusätzlich gesichert oder Alarmanlagen nachgerüstet, während die Fenster kaum beachtet werden. Während die Tür fast wie Fort Knox gesichert wird, bleibt das Fenster direkt daneben häufig völlig ungeschützt – geradezu eine Einladung für Einbrecher.

Alarmanlagen vermitteln oft ein Gefühl von Sicherheit. In der Praxis bleibt jedoch die Frage, wer auf einen Alarm tatsächlich reagiert. Das Umfeld fühlt sich häufig nicht zuständig, und eine Meldung auf dem Handy hilft nur begrenzt, wenn man selbst nicht in der Nähe ist. Bis man am Fahrzeug angekommen ist, ist der Täter oft längst verschwunden.

Deshalb sollten Alarmanlagen nicht als alleinige Lösung verstanden werden. Entscheidend ist, dass ein Einbruch möglichst erschwert oder ganz verhindert wird. Genau hier liegt die Stärke mechanischer Sicherungen: Sie setzen direkt an der Schwachstelle an und erschweren das Öffnen von Fenstern, Türen oder Klappen bereits im Ansatz.

Auch die polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt, mechanische Sicherungen an erste Stelle zu setzen. Elektronische Systeme wie Alarmanlagen gelten dabei als sinnvolle Ergänzung, ersetzen den mechanischen Einbruchschutz aber nicht. Die Polizei betont zudem, dass Einbruchmeldeanlagen einen Einbruch in der Regel nicht verhindern, sondern zusätzlichen Schutz bieten.